Ein teurer SMS-
Ein teurer SMS-Flirt
Stuttgart, 30.12.2008 - 12.35.10
Webreporter: Master Admin
In Linz hat vor einigen Tagen ein junges Mädchen eine Handy-Rechnung von 487 Euro erhalten, nachdem sie mit einem jungen Mann einen SMS-Flirt unterhielt. Das Problem: Den jungen Mann gab es überhaupt nicht, und die Nummer war eine Mehrwertnummer, unter der eine SMS bis zu 10 Euro kostet.
Angefangen hat alles mit einer harmlosen SMS, in der „Markus“ sie fragte, ob sie ihn nicht mehr mag, und ihm jetzt nicht mehr schreiben würde. Das Mädchen antwortete auf die SMS und wurde so über ein ausgeklügeltes Antwort-System in einen SMS-Flirt verwickelt. Dabei enthielt jede Antwort des Anbieters auch gleich automatisch eine Gegenfrage, so dass sich das Gespräch immer weiter fortsetzt. Am Ende erhielt sie dann eine Rechnung über 487 Euro.
Und sie ist keineswegs ein Einzelfall.
Immer mehr Menschen fallen auf die trickreichen SMS herein. Und bei weitem nicht nur Jugendliche. Mit SMS wie „Wir sind überglücklich. Unsere kleine Sabrina ist gestern zur Welt gekommen und ist gesund und munter“ werden auch Erwachsene hinters Licht geführt. Der Empfänger der SMS überlegt sich daraufhin wer ihm da geschrieben hat und schreibt zur Sicherheit lieber zurück und gratuliert zur Geburt. Mit der Antwort des Servers wird er dann ebenso in ein Gespräch verwickelt und merkt überhaupt nicht mehr, dass er die Person eigentlich gar nicht kennt. Und mit 10 Euro pro SMS ist die nächste Rechnung dann auch entsprechend hoch.
Acht geben muss man auch, wenn auf dem Display die Nachricht „Anruf in Abwesenheit“ erscheint und die angegebene Nummer nicht bekannt ist. Ruft man dann zurück, wird man Zeuge eines Gespräches bei dem die meisten Menschen nicht gleich wieder auflegen. „Rein zufällig“ hört man dann das Gespräch zweier Frauen, die ihre letzten erotischen Erlebnisse austauschen, oder ist zufällig in den Polizeifunk eingeschaltet. In Wirklichkeit sind die Gespräche nur eine Bandansage und der Rückruf kostet über eine Mehrwertnummer 10 Euro pro Minute.
Die Strafverfolgung dieser Taten ist dabei besonders schwer, da die betroffenen Personen ja freiwillig zurückrufen oder eine SMS schreiben.
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