„Grüne Handys“ lassen noch auf sich warten
Stuttgart, 18.12.2008 - 15.12.32
Webreporter: Master Admin
Handys sind heute schon allgegenwärtig. Und die meisten Menschen haben nicht mehr ihr erstes Handy. Doch was geschieht mit alten, ausrangierten Handys? Die meisten verschwinden in der Schreibtischschublade und werden dort vergessen. Laut einem Nokia-Sprecher wurden im Jahr 2006 nur ein Prozent der Handys zum recyceln zurückgebracht. In den nächsten Jahren wird daher mit gravierenden Handy-Recycling Problemen gerechnet.
Doch nicht nur die Kunden sind verantwortlich für die umweltschädigende IT-Branche. Auch die Handy-Industrie ist noch weit davon entfernt, etwas wie „grüne IT“ zu vermarkten. Zwar wurden auch von Seiten der Industrie schon deutliche Fortschritte gemacht, indem beispielsweise kleinere Verpackungen und weniger Plastik verwendet wurde.Doch um wirklich „grüne IT“ zu produzieren, müssten sich die gesamten Produktionsverfahren ändern. Dies würde allerdings auch erhöhte Produktionskosten mit sich bringen, was sich am Ende auf den Preis des Produktes auswirkt. Der Kunde müsste daher bereit sein, für ein „grünes Handy“ mehr zu zahlen.
Es muss also ein Umdenken stattfinden, das nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann. Heutzutage wird bei Nokia etwa die Hälfte der Materialien aus recycelten Produkten gewonnen. Dies bedeutet allerdings ebenso, dass die andere Hälfte aus umweltschädlichen Ressourcen gewonnen wird. Mit „grünen Handys“, sprich Handys, die vollständig aus recycelten Materialien hergestellt werden, ist nach einem Sprecher von Nokia erst in ein paar Jahren zu rechnen.
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